Aktuelles

Die Dynamik der Wachstumsmärkte in Asien, Lateinamerika und Osteuropa ist hoch. Aktuelle Trends und Entwicklungen verändern schnell grundsätzliche Rahmenbedingungen für Unternehmen, die in den Wirtschaftsregionen aktiv sind. An dieser Stelle finden Sie regelmässig Berichte und Informationen, die diese Themen aus den Ländern Brasilien, Russland, Indien und China sowie aus Argentinien, Japan, Kanada, Mexiko, der Ukraine und den USA perspektivisch aufgreifen und einordnen.

 

Brasilien - Neue Ölfunde erweitern Rohstoffreserven
Ein grosser Ölfund 250 Kilometer vor der Küste hat die Wirtschaftsaussichten Brasiliens beflügelt. Die staatliche Ölgesellschaft Petrobras entdeckte im vergangenen November das neue, 7'000 Meter unter dem Meer liegende Ölfeld «Tupi», in dem es bis zu acht Milliarden Barrel Rohöl vermutet. Beteiligt an der  Erschliessung des Ölfelds sind die Partner BP (25 Prozent) sowie die portugiesische Galp Energia (10 Prozent). Weitere Vorkommen im direkten Umfeld der Bohrung werden von Experten nicht ausgeschlossen. Die Entdeckung könnte die Rohstoffreserven des Landes auf einen Schlag um 40 Prozent vergrössern und Brasilien in den Kreis der zehn grössten Erdölproduzenten der Welt erheben. Derzeit steht das Land mit rund 14,4 Milliarden Barrel Öl pro Jahr weltweit auf Rang 17 und hatte sich bislang darauf konzentriert, das eigene Land ausreichend mit dem Treibstoff zu versorgen. Nun könnte eine neue Zeitrechnung anbrechen: Als zukünftiger Nettoexporteur denkt Brasilien über einen Beitritt zur OPEC nach. Zur Ausbeutung des Feldes unter einer mächtigen Erd- und Salzschicht sind neue, hochmoderne Technologien erforderlich, für die Experten der brasilianischen Universität Rio de Janeiro bis zu 31 Milliarden Schweizer Franken an Investitionen veranschlagen.

High Growth Markets - KPMG's Business Outlook: BRIC-Fertigungsindustrie optimistisch in 2008
Industrieunternehmen aus den BRIC-Staaten schauen mit grosser Zuversicht auf ihre Geschäftsaussichten im Jahr 2008. Insgesamt 70 Prozent der Unternehmer erwarten eine bessere Geschäftsentwicklung, dagegen glauben nur sechs Prozent an eine negative Entwicklung. Das ist das Ergebnis von KPMG's Business Outlook Survey, für den zur Jahreswende mehr als 1'800 Unternehmen der Fertigungsindustrie in den vier BRIC-Staaten befragt wurden. Firmenvertreter aus Brasilien zeigten sich besonders optimistisch, während positive Einschätzungen aus China unter allen vier Nationen seltener waren. Laut Umfrage stützt sich der Optimismus der Industrie vor allem auf die Akquisition neuer Aufträge im Jahr 2008. Etwa 67 Prozent der Befragten erwarten, dass neue Kunden ihre Auftragsbücher füllen werden. Weniger als fünf Prozent erwarten einen Rückgang. Damit einher geht auch die Hoffnung auf eine bessere Auslastung der eigenen Produktionskapazitäten. Damit bleiben die BRIC-Länder auch 2008 deutlich auf Wachstumskurs. Durch die positive Geschäftsentwicklung erwartet mehr als jeder zweite Befragte für 2008 eine Steigerung des Unternehmensgewinns (57 Prozent) sowie höhere Investitionen vor allem in Forschung und Entwicklung (55 Prozent).

Russland - Olympische Spiele 2014 in Sotschi lassen Grossinvestitionen fliessen
Dieses Jahr ist die Olympische Bewegung zu Gast in Peking, doch die Winterspiele 2014 im Schwarzmeer-Kurort Sotschi werfen bereits ihre Schatten voraus: Mit Investitionen von mehr als neun Milliarden Euro will Russland den Austragungsort zum internationalen Wintersportzentrum ausbauen. Mehr als ein Drittel der Geldmittel sollen in die Infrastruktur der Stadt fliessen, um sie olympiatauglich zu machen. Vom Telekommunikationsnetz über die Energieversorgung bis zu Verkehrswegen und einem modernen Abwassersystem - die Liste der Projekte ist lang und steht nach dem Willen der Politik auch privaten Investoren aus dem Ausland offen. Allein werde die russische Wirtschaft die in Gang getretene Investitionslawine nicht bewältigen können, erklärten Vertreter des Kreml sowie der regionalen Regierungsbehörden. Das Land sei auf ausländische Spezialisten und Zulieferer angewiesen. Moskau schultert mehr als 60 Prozent des Investitionsvolumens aus dem nationalen Staatshaushalt. Der restliche Anteil, insgesamt rund 120 Milliarden Rubel, sollen Privatinvestoren in das Olympiaprojekt investieren.

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Jörg Walker
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